Neue Impulse für Bildung und Beratung: Inspiration aus Bayern
Wenn sich Innovations- und Betriebswirtschaftsberater:innen aus Österreich gemeinsam auf den Weg machen, dann steckt dahinter ein klarer Auftrag: frische Ideen, neue Modelle und praxistaugliche Impulse für die Weiterentwicklung der heimischen Landwirtschaft aufzuspüren. Genau das war das Ziel der Bildungsreise nach Bayern, die am 11. und 12. März 2026 stattfand und von Julia Eberharter (LKÖ, Projektleitung LK&LFI Innovationsoffensive) und Lukas Oßberger (LKÖ, Projektleitung Unternehmer:innenkompetenz) organisiert und begleitet wurde.
Zwei Tage lang öffneten die bayerischen Gastgeber ihre Türen: das Gründerzentrum NEU.LAND. an der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und die Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk). Beide Einrichtungen beschäftigen sich intensiv mit Zukunftsfragen – und beide geben Anregungen, von denen Österreich unmittelbar profitieren kann.
Zwei Tage lang öffneten die bayerischen Gastgeber ihre Türen: das Gründerzentrum NEU.LAND. an der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und die Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk). Beide Einrichtungen beschäftigen sich intensiv mit Zukunftsfragen – und beide geben Anregungen, von denen Österreich unmittelbar profitieren kann.
NEU.LAND.: Ein Gründerzentrum, das Landwirtschaft weiter denkt
Schon beim ersten Programmpunkt zeigte sich: Bayern setzt beim Thema landwirtschaftlicher Innovation stark auf systematische Vorbereitung, wissenschaftliche Begleitung und konsequente Zielorientierung. NEU.LAND. versteht sich nicht als klassische Beratungsstelle, sondern als Ideenmotor für neue und alternative Geschäftsfelder in der Landwirtschaft.
Besonders beeindruckend war, wie klar der Fokus auf den langfristigen Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe gelegt wird. Neue Geschäftsfelder sollen nicht „irgendwie“ entstehen – sie sollen ergänzen, ablösen oder völlig neue Perspektiven eröffnen, aber immer mit einem funktionalen Bezug zur Landwirtschaft.
Einige zentrale Elemente, die Österreich inspirieren können:
Besonders beeindruckend war, wie klar der Fokus auf den langfristigen Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe gelegt wird. Neue Geschäftsfelder sollen nicht „irgendwie“ entstehen – sie sollen ergänzen, ablösen oder völlig neue Perspektiven eröffnen, aber immer mit einem funktionalen Bezug zur Landwirtschaft.
Einige zentrale Elemente, die Österreich inspirieren können:
- Starke Einbindung der Zielgruppe von Anfang an
- Fokus auf Vernetzung
- Coaching als Prozessbegleitung
- Wissenschaftlich abgesicherte Grundlagen
Innovation hautnah: Workshop zur Insektenmast
Am zweiten Tag nahmen die österreichischen Teilnehmer:innen am Innovationsworkshop der FüAk teil – diesmal direkt auf einem Pionierbetrieb. Landwirt Manfred Aue präsentierte ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie innovative Produktionszweige zum Standbein werden können: Eine Insektenmastanlage, die jährlich rund 1.000 Tonnen Larven der Schwarzen Soldatenfliege produziert und die unter anderem in der betriebseigenen Schweinemast als Futtermittel zum Einsatz kommen.
Im Workshop arbeiteten Studierende der Höheren Biologischen Landbauschule Landshut/Schönbrunn gemeinsam mit Lehr- und Beratungskräften an Chancen und Risiken dieser Innovation. Besonders hervor stach die Erkenntnis, dass Insektenproteine in der Tierfütterung ein enormes Zukunftspotenzial haben – und dass die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland derzeit weiter gefasst sind als in Österreich, da dort lebende wirbellose Tiere verfüttert werden dürfen.
Die Methoden, mit denen die FüAk Innovationskompetenz vermittelt, waren ebenso inspirierend: klare Einstiegsfragen, um die Studierenden abzuholen, Praxispräsentationen, Innovationsanalyse für den Betrieb, World Café zur Erarbeitung von Zukunftsideen sowie Chancen und Risiken, Transferreflexion für die eigene bäuerliche Tätigkeit – ein methodischer Werkzeugkasten, der Inspiration für österreichische Bildungsangebote liefert.
Im Workshop arbeiteten Studierende der Höheren Biologischen Landbauschule Landshut/Schönbrunn gemeinsam mit Lehr- und Beratungskräften an Chancen und Risiken dieser Innovation. Besonders hervor stach die Erkenntnis, dass Insektenproteine in der Tierfütterung ein enormes Zukunftspotenzial haben – und dass die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland derzeit weiter gefasst sind als in Österreich, da dort lebende wirbellose Tiere verfüttert werden dürfen.
Die Methoden, mit denen die FüAk Innovationskompetenz vermittelt, waren ebenso inspirierend: klare Einstiegsfragen, um die Studierenden abzuholen, Praxispräsentationen, Innovationsanalyse für den Betrieb, World Café zur Erarbeitung von Zukunftsideen sowie Chancen und Risiken, Transferreflexion für die eigene bäuerliche Tätigkeit – ein methodischer Werkzeugkasten, der Inspiration für österreichische Bildungsangebote liefert.
Fazit: Bayern liefert wertvolle Impulse, die auch für Österreich relevant sein können
Die Bildungsreise hat eindrucksvoll gezeigt, wie konsequent Bayern am Thema Innovation in der Landwirtschaft arbeitet – strategisch, wissenschaftlich gestützt und mit einer starken Ausrichtung auf Zukunftsfähigkeit. Auch wenn Österreich im Bereich Innovationen und Betriebsentwicklung bereits viel tut, lieferte der Austausch wertvolle Impulse für unsere eigene Bildungs- und Beratungsarbeit.
Die Reise war damit mehr als ein fachlicher Austausch: Sie war ein Blick in mögliche Zukünfte der Landwirtschaft – und ein Auftrag, diesen Weg auch in Österreich mutig weiterzugehen.
Die Reise war damit mehr als ein fachlicher Austausch: Sie war ein Blick in mögliche Zukünfte der Landwirtschaft – und ein Auftrag, diesen Weg auch in Österreich mutig weiterzugehen.




